Wann sollten Sie Ihre VPD beantragen?
Rechnen Sie von der Frist Ihrer Hochschule rückwärts, nicht von heute vorwärts. Der Bearbeitungspuffer, die Gültigkeit und der separate Bewerbungsschritt entscheiden, ob Sie es schaffen.
UniAssist Ratgeber · Zuletzt geprüft: 17.07.2026 · 4 Min. Lesezeit
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Beantragen Sie Ihre VPD mindestens zwei bis drei Monate vor der Frist Ihrer Hochschule und betrachten Sie die VPD als Dokument, nicht als Bewerbung. Mit dem Erhalt sind Sie nirgends im Verfahren: Sie müssen sich weiterhin separat an der Hochschule bewerben und die VPD dort fristgerecht hochladen.
Für Bewerberinnen und Bewerber mit einer außerhalb Deutschlands erworbenen Vorbildung, deren Zielhochschule eine VPD verlangt.
Sie haben Spielraum
Mehr als drei Monate bis zur Frist. Beantragen Sie die VPD jetzt, dann bleibt Zeit, ein fehlendes oder falsch übersetztes Dokument zu korrigieren.
Es wird knapp
Sechs bis zehn Wochen verbleiben. Machbar, wenn Ihre Unterlagen bereits vollständig und korrekt übersetzt sind; eine Korrekturrunde würde den Puffer weitgehend aufbrauchen.
Hohes Risiko
Weniger als sechs Wochen. Allein die Bearbeitung kann so lange dauern. Stellen Sie den Antrag jetzt und fragen Sie Ihre Hochschule, ob sie eine Nachfrist oder eine vorläufige Bestätigung akzeptiert.
Rückwärts von Ihrer Frist planen
Die Hochschulen veröffentlichen eigene Fristen (für viele Studiengänge der 15. Juli für das Winter- und der 15. Januar für das Sommersemester). Gehen Sie von Ihrer Frist aus und rechnen Sie zurück.
4 Monate vor der Frist
Zeugnisse und Notenübersichten zusammenstellen und nötige Übersetzungen anfertigen lassen. Fehlende, unleserliche oder neu zu übersetzende Unterlagen kosten später in der Regel die meiste Zeit.
3 Monate vor der Frist
VPD-Antrag stellen. So bleibt ein echter Puffer, falls etwas korrigiert und erneut eingereicht werden muss.
6 bis 8 Wochen vor der Frist
Der letzte einigermaßen sichere Zeitpunkt für den Antrag: eine Hochschule empfiehlt, bis zu 6 bis 8 Wochen Bearbeitungszeit einzuplanen. [2]
Vor der Hochschulfrist
Die vollständige Bewerbung samt VPD muss bei der Hochschule eingehen. Manche Hochschulen gewähren eine Nachfrist oder akzeptieren eine unterschriebene Bestätigung, dass die VPD fristgerecht beantragt wurde; prüfen Sie die Regel Ihrer Hochschule, statt den Termin als absolut anzunehmen. [1]
Fristen und geforderte Unterlagen unterscheiden sich je nach Hochschule und Studiengang; prüfen Sie sie immer auf der Zulassungsseite Ihrer Hochschule.
Was die VPD ist und was nicht
Die VPD (Vorprüfungsdokumentation) ist eine Bescheinigung von uni-assist e.V. Sie hält fest, welche Zeugnisse Sie eingereicht haben, welchen Hochschulzugang diese ermöglichen und wie Ihre Note in das deutsche Notensystem umgerechnet wird.
Was sie nicht ist: eine Bewerbung. Die TUM stellt klar, dass ein VPD-Antrag nicht als Bewerbung für einen Studiengang gilt, und Würzburg beschreibt VPD-Antrag und Zulassungsbewerbung als zwei getrennte Verfahren. Das ist das teuerste Missverständnis im gesamten Ablauf, denn wer glaubt, bereits beworben zu sein, hört auf und verpasst die eigentliche Frist. [1][2]
Wie lange es tatsächlich dauert
Üblicherweise werden vier bis sechs Wochen nach Eingang des Online-Antrags genannt. Eine Hochschule empfiehlt jedoch, bis zu sechs bis acht Wochen einzuplanen.
Planen Sie mit dem längeren Wert. Die genannten Zeiten beziehen sich auf die Bearbeitung eines vollständigen Antrags; die Zeit, die durch fehlende, unleserliche oder erneut zu übersetzende Unterlagen verloren geht, ist darin nicht enthalten. [1][2]
Wie lange die VPD nutzbar bleibt
Die angegebene Gültigkeit und das Alter, das eine Hochschule noch akzeptiert, sind nicht dasselbe. Das Dokument wird mit einer Gültigkeit von einem Jahr ab Ausstellungsdatum ausgestellt, unabhängig vom gewählten Semester. Wie lange eine Hochschule es akzeptiert, entscheidet die Hochschule selbst: die TUM etwa akzeptiert eine VPD drei Jahre nach Ausstellung, sofern sich Vorbildung und Zulassungsvoraussetzungen nicht geändert haben.
Die praktische Regel lautet daher: von einem Jahr ausgehen und bei Ihrer Zielhochschule nachfragen, bevor Sie sich auf eine ältere VPD verlassen. [1][2]
Was am Tag des Erhalts zu tun ist
Öffnen Sie das Bewerbungsportal Ihrer Zielhochschule, starten Sie dort die Bewerbung und laden Sie die VPD als Teil davon hoch. Prüfen Sie anschließend, ob die Hochschule zusätzlich beglaubigte Papierunterlagen verlangt; einige fordern diese erst nach der Zulassung an.
Wenn Sie sich an mehreren Hochschulen bewerben, gehen Sie nicht davon aus, dass ein Dokument für alle reicht. Die VPD wird für die von Ihnen gewählte Hochschule ausgestellt, und die TUM schreibt ausdrücklich, dass sie eine für eine andere Hochschule beantragte VPD nicht akzeptiert. Prüfen Sie Verfahren, Frist und Unterlagenliste jeder Hochschule einzeln. [1]
Das sollten Sie vor dem VPD-Antrag bereithalten
- Ihre Hochschulzugangsberechtigung (bzw. Ihr Abschlusszeugnis für einen Master)
- Ihre Notenübersicht (Transcript of Records)
- Übersetzungen, sofern die Unterlagen nicht auf Deutsch oder Englisch vorliegen
- Die Namen aller Hochschulen und Studiengänge, für die Sie sich bewerben wollen
- Die jeweiligen Bewerbungsfristen dieser Hochschulen
Häufige Fragen
Bin ich mit einer VPD bereits an der Hochschule beworben?
Nein. Die Hochschulen sagen es ausdrücklich: VPD-Antrag und Zulassungsbewerbung sind zwei getrennte Verfahren, und ein VPD-Antrag allein gilt nicht als Bewerbung.
Wie früh kann ich eine VPD beantragen?
Sie können sie ganzjährig beantragen, auch bevor das Bewerbungsportal einer Hochschule für Ihr Semester öffnet.
Wie lange dauert die Bearbeitung?
Üblicherweise vier bis sechs Wochen nach Eingang des Online-Antrags; eine Hochschule empfiehlt, bis zu sechs bis acht Wochen einzuplanen. Planen Sie mit dem längeren Wert.
Wie lange ist die VPD gültig?
Sie wird mit einem Jahr Gültigkeit ab Ausstellungsdatum ausgestellt. Manche Hochschulen akzeptieren sie länger, die TUM etwa drei Jahre; fragen Sie bei Ihrer Zielhochschule nach.
Kann ich eine VPD für mehrere Hochschulen nutzen?
Verlassen Sie sich nicht darauf. Die VPD wird für die gewählte Hochschule ausgestellt, und die TUM akzeptiert nach eigener Angabe keine VPD, die für eine andere Hochschule beantragt wurde. Prüfen Sie die Anforderung für jede Hochschule einzeln.
Quellen
- [1] Technische Universität München — uni-assist / Vorprüfungsdokumentation (VPD) · Zuletzt geprüft: 17.07.2026
- [2] Universität Würzburg — Wer eine Vorprüfungsdokumentation braucht und wie man sie erhält · Zuletzt geprüft: 17.07.2026
Allgemeiner Rahmen für die Bewerbungszeiträume 2026/27; jede Hochschule veröffentlicht eigene Fristen und Unterlagenanforderungen.
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